Hallo , schön dass Du wieder vorbei schaust, wie schon User in 2026 vor Dir.

Atemalkohol-Wegfahrsperren in Nutzfahrzeugen - JA oder NEIN ?

Umfrage: Sollte eine Atemalkohol-Wegfahrsperre in Nutzfahrzeugen schnellstmöglich Pflicht werden?
Ja. - 2 Stimmen22.22%
 
Nein. - 0 Stimmen0%
 
Ja, aber das wird das Alkoholproblem nicht lösen. - 5 Stimmen55.56%
 
Nein, das System wird sich mit Sicherheit überlisten lassen. - 0 Stimmen0%
 
Nein, noch mehr Technik im Fahrzeug braucht keiner. - 0 Stimmen0%
 
Ich hab die Technik auch ohne Pflicht in die Fahrzeuge verbaut. - 2 Stimmen22.22%
 
5 Mitglieder haben an der Abstimmung teilgenommen.
03.09.2025 08:45
avatar  Admin
#1 Atemalkohol-Wegfahrsperren in Nutzfahrzeugen - JA oder NEIN ?
avatar
Admin

Wir lesen es ja im Thread Man(n) oh Man(n) - Besondere Unfälle und Vorfälle (Alkohol...) fast täglich: Unfälle unter Alkoholeinfluss. Einer Studie zu Folge fahren 2 Prozent aller Verkehrsteilnehmer unter Alkoholeinfluss.
Das Problem ist schon ganze lange bekannt - die technischen Möglichkeiten zur Abwehr von Fahrten unter Alkoholeinfluss liegen seit Jahren in der Schublade. Einige Länder haben hier schon Gesetze und Verordnungen erlassen, jedoch meistens erst nach einer Alkoholauffälligkeit. Hier mal ein Auszug:

Belgien: Je nach Tatbestand können Richter im Einzelfall die Nachrüstung einer Alkohol-Wegfahrsperre anordnen.
Finnland: Hier sind die Alkohol-Wegfahrsperren in Schulbussen bereits Pflicht. Auf richterliche Anordnung können auch auffällige Fahrer zur Nachrüstung verpflichtet werden. Allerdings nur für ein Jahr. Die Zeit kann auf maximal drei Jahre verlängert werden.
Frankreich: Hier ist jeder Fahrer dazu verpflichtet, einen Einweg-Alkoholtester im Wagen mitzuführen. Autofahrer sollen hiermit im Falle des Falles eigenverantwortlich testen, ob sie noch zum Fahren in der Lage sind. Allerdings wird in einer Kontrolle nicht überprüft, ob ein Alkoholtester im Wagen. Auch ein Bußgeld wird nicht verhängt. Wer jedoch unter Alkoholeinfluss in einen Unfall verwickelt ist, könnte Probleme bekommen, wenn er keinen Alkoholtester dabeihatte.
Niederlande: Sind Fahrer unter Alkoholeinfluss auffällig geworden, werden sie dazu verpflichtet, eine Alkohol-Wegfahrsperre nachrüsten zu lassen. Ihnen wird die Fahrerlaubnis entzogen, bis die Einrichtung eingebaut wurde. Anschließend muss sie mindestens für zwei Jahre genutzt werden, bei weiteren Auffälligkeiten auch länger.
Polen: Das Einbauen eines Alcolocks wird Pflicht, wenn man mit Alkohol am Steuer erwischt wurde. Je nach Schwere der Tat ist auch ein Entzug der Fahrerlaubnis auf Lebenszeit möglich.
Schweden: Hier ist es ebenfalls erlaubt, auffällige Fahrer zum Einbau eines Alcolocks zu verpflichten. Die Technologie kommt hier außerdem bereits in den meisten öffentlichen Verkehrsmitteln und in Regierungsfahrzeugen zum Einsatz.

Hier noch mal zwei alte Videos zu dem Thema.





Nun meine Frage: braucht unsere Branche den Alkolock (Atemalkohol-Wegfahrsperre) ?
Wenn ihr Zeit und Liust habt, könnt ihr ja euch an der Umfrage beteiligen (Mehrfachnennung möglich).


 Antworten

 Beitrag melden
03.09.2025 23:49
#2 RE: Atemalkohol-Wegfahrsperren in Nutzfahrzeugen - JA oder NEIN ?
avatar
Patrick

Fluckinger hat die seit 15 Jahren schon drin, hier viele Chemie Transporteure.
Sollte mal für unseren Meister einen LKW aus der Werkstatt fahren weil ich saubere Hose anhatte. Ging nicht an die Karre. Hatte den Alkolok übersehen.
Finde das gar nicht schlecht

Ich bleibe so wie ich bin. Schon alleine, weil es andere stört....


 Antworten

 Beitrag melden
24.02.2026 17:12
#3 Alkohol-Check per Finger-Touch
avatar
Arndt

Auf der CES 2026 in Las Vegas präsentierten die Ludwigshafener Trinamix GmbH und der Fahrzeugsystem-Spezialist Aumovio ein Verfahren, das den Blutalkoholwert ohne klassische Atemprobe ermitteln kann.

Sie soll präzise und komfortabel sein, ohne dabei Blut abzunehmen. Über einen speziellen Nahinfrarot-Spektroskopie-(NIR)-Sensor genügt das Berühren mit der Fingerkuppe, um den Alkoholspiegel im Blut zu messen, ohne dass der Fahrer oder die Fahrerin pusten muss.
Ein unsichtbares Infrarotlicht wird in menschliches Gewebe geleitet und dort vom Alkohol (Ethanol) reflektiert. Ein Sensor misst diese Reflexion und KI-gestützte Algorithmen errechnen daraus in Echtzeit den Blutalkoholgehalt.

Einbau ins Lenkrad denkbar
Trinamix hat den Sensor gemeinsam mit dem Unternehmen Aumovio entwickelt, das auf Fahrzeugsysteme spezialisiert ist. Das Ziel: Der kompakte Sensor soll weltweit an Autohersteller verkauft werden. Diese könnten ihn beispielsweise ins Lenkrad oder in Displays einbauen. Das Auto würde dann vor dem Losfahren prüfen, ob der Fahrer nüchtern ist.

Der Hintergrund: In verschiedenen Ländern wächst der regulatorische Druck auf Autohersteller, Systeme zur Fahrerüberwachung einzubauen. In den USA etwa schreibt ein neues Gesetz vor, dass Neuwagen ab 2026 mit Technologien ausgestattet sein müssen, die betrunkenes Fahren verhindern können.

Gruß vom Arndt


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!
×