Lkw-Ladesäulenkarte Deutschland: Ladepunkte für Elektro-Lkw gezielt finden

25.06.2026 17:58
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Arndt

Lkw-Ladesäulenkarte Deutschland: Ladepunkte für Elektro-Lkw gezielt finden


Die Zahl elektrisch angetriebener Nutzfahrzeuge wächst – doch eine leistungsstarke Ladesäule ist noch lange kein geeigneter Ladeplatz für einen Sattelzug.

Enge Zufahrten, kurze Stellflächen, fehlender Rangierraum oder durch Pkw blockierte Ladepunkte können einen Standort für schwere Nutzfahrzeuge praktisch unbrauchbar machen.

Die neue Lkw-Ladesäulenkarte Deutschland verbindet deshalb technische Standortdaten mit aktuellen Belegungsinformationen und Erfahrungen aus der Transportpraxis.

Worum geht es?


Die Lkw-Ladesäulenkarte zeigt leistungsstarke öffentliche Ladepunkte in Deutschland, die grundsätzlich für das Laden von Elektro-Lkw interessant sein können.

Berücksichtigt werden vor allem Standorte mit CCS- oder MCS-Anschlüssen und einer Ladeleistung ab 150 kW. Neben den technischen Daten wird – soweit verfügbar – auch angezeigt, ob Ladepunkte aktuell frei, belegt, reserviert oder außer Betrieb sind.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der tatsächlichen Lkw-Tauglichkeit. Nutzer können direkt über die Karte melden, ob ein Ladeplatz mit einem Solo-Lkw, Sattelzug oder Gliederzug erreichbar und nutzbar ist.



Was kann die Lkw-Ladesäulenkarte?


  • Leistungsstarke CCS- und MCS-Ladestandorte ab 150 kW anzeigen
  • Nach Ort, Postleitzahl, Straße oder Betreiber suchen
  • Einen individuellen Suchradius festlegen
  • Nach Ladeleistung, Anschlussart und Öffnungszeiten filtern
  • Nur Standorte mit MCS beziehungsweise Megawattladen anzeigen
  • Nach der tatsächlichen Lkw-Eignung filtern
  • Standorte mit aktuellen Echtzeitdaten auswählen
  • Freie, belegte oder außer Betrieb gemeldete Ladepunkte erkennen
  • Den eigenen Standort über die Geräteposition verwenden
  • Betreiber, Adresse, Ladepunkte und Standortleistung abrufen
  • Öffnungszeiten, Bezahlmöglichkeiten und Angaben zum Parkraum anzeigen
  • Den rechnerischen Ladestrom bei 800 Volt ermitteln
  • Eine voraussichtliche Ladezeit für die eigene Batterie berechnen
  • Die Navigation zum ausgewählten Ladeplatz öffnen
  • Erfahrungen zur Lkw-Tauglichkeit melden und ein Foto hinzufügen

Die Karte ist sowohl am Desktop als auch auf Smartphones und Tablets nutzbar. Auf dem Handy werden Suche, Filter, Standortdetails und Meldefunktion für die mobile Bedienung angepasst.

So funktioniert die Lkw-Ladesäulenkarte




1. Übersicht und Datenstand

Im oberen Bereich zeigt die Karte wichtige Kennzahlen:

  • Anzahl der Standorte im Datensatz
  • aktuell sichtbare Standorte
  • Anzahl der MCS-Standorte
  • Standorte mit Echtzeitdaten
  • davon derzeit freie Standorte
  • Zeitpunkt des letzten Live-Updates
  • Datenstand des Ladesäulenregisters der Bundesnetzagentur

So lässt sich sofort erkennen, wie aktuell die angezeigten Standort- und Belegungsdaten sind.

2. Standort suchen

In das Suchfeld kann ein Ort, eine Postleitzahl, eine Straße oder ein Betreiber eingegeben werden. Anschließend wird der gewünschte Suchbereich ausgewählt.

Alternativ kann über den Button „Meine Position“ der aktuelle Gerätestandort verwendet werden. Dafür muss der Browser den Zugriff auf die Standortfreigabe erlauben.

3. Ergebnisse filtern

Mit den Filtern kann die Auswahl gezielt eingeschränkt werden. Möglich sind unter anderem:

  • gewünschte Mindestladeleistung
  • bestätigte oder gemeldete Lkw-Eignung
  • Betriebsstatus des Ladepunktes
  • Standorte mit aktuellen Echtzeitdaten
  • mindestens ein freier Ladepunkt
  • nur CCS-Anschlüsse
  • nur MCS-Standorte
  • nur rund um die Uhr geöffnete Standorte

Mit „Zurücksetzen“ werden alle Einstellungen wieder auf die Ausgangswerte gestellt.


4. Trefferliste

Passende Ladeplätze werden zusätzlich zur Karte in einer Trefferliste angezeigt. Dort sind unter anderem Standortname, Adresse, maximale Ladeleistung, Anschlussart, Live-Status und vorhandene Angaben zur Lkw-Eignung zu sehen.

Durch Anklicken eines Eintrags wird der entsprechende Ladeplatz auf der Karte geöffnet.

5. Karte und Markierungen

Die Karte zeigt die gefundenen Ladeplätze übersichtlich an. Bei einer größeren Anzahl werden nahe beieinanderliegende Standorte zunächst zu Gruppen zusammengefasst.

Beim Hineinzoomen erscheinen die einzelnen Standorte mit Betreiberlogo oder Betreiberkennzeichnung.

Die Markierungen liefern mehrere Informationen gleichzeitig:

  • Der Außenring zeigt den verfügbaren Live-Status an.
  • Das Feld unten rechts zeigt die Leistungsklasse oder einen MCS-Anschluss.
  • Das Symbol oben links zeigt eine bekannte oder gemeldete Lkw-Eignung.

Dabei können beispielsweise bestätigte, von Nutzern gemeldete, eingeschränkt nutzbare oder als ungeeignet gemeldete Standorte unterschieden werden.


6. Standortdetails öffnen

Nach dem Anklicken eines Ladeplatzes öffnet sich eine ausführliche Standortansicht. Angezeigt werden – soweit im Datensatz vorhanden:

  • Betreiber und vollständige Anschrift
  • maximale Ladeleistung
  • Anzahl der Ladepunkte
  • CCS- oder MCS-Anschlüsse
  • aktuelle Belegung und Betriebszustand
  • Standortleistung
  • rechnerischer Ladestrom bei 800 Volt
  • Öffnungszeiten
  • Bezahlmöglichkeiten
  • Angaben zum Parkraum
  • Praxiserfahrungen zur Zufahrt und Lkw-Tauglichkeit

„Keine Live-Daten“ bedeutet dabei nicht automatisch, dass ein Standort belegt oder geschlossen ist. In diesem Fall stellt der Betreiber über die verwendete offene Datenquelle derzeit keine verwertbaren Echtzeitinformationen bereit.

7. Route öffnen und Ladezeit berechnen

Über „Route öffnen“ kann der ausgewählte Standort direkt an die Navigation übergeben werden.

Mit „Ladezeit rechnen“ lässt sich außerdem eine voraussichtliche Ladedauer ermitteln. Dafür werden unter anderem die Batteriekapazität sowie der aktuelle und gewünschte Ladezustand eingegeben.

Das Ergebnis ist ein rechnerischer Orientierungswert. Die tatsächliche Ladeleistung kann beispielsweise durch Fahrzeugtechnik, Batterietemperatur, Ladezustand, Lastmanagement oder technische Begrenzungen des Ladepunktes abweichen.

8. Lkw-Tauglichkeit melden

Der wichtigste Bestandteil der Karte ist die Meldefunktion aus der Praxis.

Über den auffälligen Button „Melden“ beziehungsweise „Ladeplatz als Lkw-tauglich melden“ können Fahrer und Unternehmer ihre Erfahrungen zu einem Standort übermitteln.

Gemeldet werden kann beispielsweise:

  • für welche Fahrzeugart der Ladeplatz geeignet ist
  • ob der Auflieger angekuppelt bleiben kann
  • ob ein Durchfahrtsplatz vorhanden ist
  • ob ausreichend Rangierfläche zur Verfügung steht
  • ob die Zufahrt problemlos möglich ist
  • ob der Ladeanschluss mit dem Fahrzeug erreichbar ist
  • ob der Ladeplatz regelmäßig durch Pkw blockiert wird
  • ob Höhen- oder Gewichtsbeschränkungen bestehen

Zusätzlich kann ein Foto des Ladeplatzes hochgeladen werden. Auf dem Smartphone kann dafür direkt die Kamera geöffnet werden. Die maximale Bildgröße beträgt 5 MB.

Alle Meldungen werden vor ihrer Veröffentlichung redaktionell geprüft. Damit sollen falsche, missverständliche oder nicht nachvollziehbare Angaben möglichst vermieden werden.

Woher stammen die Daten?


Die Anwendung verwendet unterschiedliche Datenebenen:

  • Standort- und Leistungsdaten: Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur
  • Echtzeit- und Betriebsdaten: offene AFIR-Daten über MobiData BW beziehungsweise die Mobilithek
  • Kartendarstellung: OpenStreetMap
  • Lkw-Tauglichkeit: redaktionelle Einträge und geprüfte Meldungen aus der Praxis

Die Echtzeitabdeckung ist noch nicht deutschlandweit vollständig. Auch Angaben zu Preisen, Zufahrtsmöglichkeiten und tatsächlicher Ladeleistung sollten deshalb vor der Anfahrt zusätzlich beim jeweiligen Betreiber überprüft werden.

Was bedeutet das für Transportunternehmer?


Die Lkw-Ladesäulenkarte soll keine theoretische Sammlung möglichst vieler Pkw-Ladesäulen sein. Sie soll helfen, diejenigen Standorte zu finden, die für den gewerblichen Einsatz schwerer Nutzfahrzeuge tatsächlich interessant sein könnten.

Für Unternehmer und Disponenten bietet das Tool damit eine erste Orientierung bei:

  • der Planung elektrischer Transporte
  • der Suche nach leistungsstarken Ladepunkten
  • der Einschätzung von Ladezeiten
  • der Prüfung möglicher Zwischenladungen
  • der Vorbereitung neuer elektrischer Relationen
  • der Bewertung der regionalen Ladeinfrastruktur

Der entscheidende Vorteil entsteht jedoch erst durch die Erfahrungen der Nutzer. Offizielle Register kennen zwar Ladeleistung und Steckertyp, aber normalerweise nicht die tatsächliche Zufahrtssituation für einen 18,75 Meter langen Sattelzug.

Unsere Einschätzung


Der Aufbau einer praxistauglichen Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge steht noch am Anfang. Viele leistungsstarke Ladepunkte wurden ursprünglich für Pkw errichtet und können trotz hoher Ladeleistung für einen Sattelzug ungeeignet sein.

Die Kombination aus offiziellen Standortdaten, verfügbaren Echtzeitinformationen und geprüften Praxismeldungen kann deshalb einen echten Mehrwert bieten.

Je mehr Fahrer und Unternehmer ihre Erfahrungen melden, desto aussagekräftiger wird die Karte. Aus einer technischen Standortübersicht kann so schrittweise eine praxistaugliche Lkw-Ladekarte entstehen.

Zur Lkw-Ladesäulenkarte Deutschland

Zu finden ist die Ladekarte im Forum unter Anwendungen

Frage in die Runde


Habt ihr bereits Erfahrungen mit dem Laden von Elektro-Lkw gesammelt? Welche Ladeplätze sind mit einem Sattelzug wirklich gut erreichbar – und an welchen Standorten gibt es Probleme mit Zufahrt, Rangierfläche oder durch Pkw blockierten Ladesäulen?

Gruß vom Arndt


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